Der Komparative Konkurrenzvorteil (KKV) ist ein Teil des Master-Studiums der Steinbeis-Hochschule Berlin. Er stellt ein zentrales Konzept im strategischen Marketing moderner Unternehmen dar und wird oftmals – fälschlicherweise – mit dem USP gleichgestellt.

Wieso ist der KKV wichtig und wo liegt der Unterschied zum USP?

Der KKV soll helfen Wettbewerbsvorteile zu erreichen und verteidigen. Im Gegensatz zum USP betrachtet der KKV zwei Dimensionen:

  1. die Effektivitätsdimension
  2. die Effizienzdimension

Die Effektivitäsdimension (Nachfragerseite) ist die Realisierung des relativen Kundenvorteils. Dazu muss das angebotene Produkt für den Nachfrager nicht nur bedeutsam sein,  sondern vor allem auch als solches wahrgenommen werden.

Ziel der Effizienzdimension (Anbieterseite) ist es, dass ein Angebot sowohl wirtschaftlich, als auch langfristig verteidigungsfähig ist.

Im Vergleich zum USP ist er multidimensional und schließt den USP ein. Deshalb müssen drei Begriffe getrennt voneinander betrachtet werden:

  1. Kundenvorteil
  2. USP
  3. KKV

Ein Kundenvorteil liegt vor, wenn der Nachfrager durch das Leistungsangebot mehr subjektiv empfundenen Wert erhält, als er durch den Preis opfert. Der Kundenvorteil beschreibt das Verhältnis zwischen Anbieter und Kunden. Die Unique Selling Proposition dagegen die Situation zwischen dem betrachteten Anbieter und seinen Konkurrenten.

Im Wettbewerb gewinnt der Anbieter mit dem größten Kundenvorteil.

Damit also ein KKV vorliegt, muss das Angebot nicht nur effektiv, sondern auch zusätzlich effizient bzw. wirtschaftlich sein.


Zurückzuführen ist das Konzept des KKVs auf die Forschungstätigkeiten von Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Backhaus.